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24.04/17:35 |
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| DE0006602006 |
660200 |
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Presse: Gazprom an Übernahme von GEA-Tochter Lurgi interessiert 15.11.2006
aktiencheck.de
Bochum (aktiencheck.de AG) - Der russische Erdgaskonzern OAO Gazprom (ISIN US3682872078 / WKN 903276) hat Presseangaben zufolge Interesse an einer Übernahme des Geschäftsbereichs Großanlagenbau der GEA Group AG (ISIN DE0006602006 / WKN 660200) angemeldet.
Wie das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) berichtet, hat ein Konzernsprecher des im MDAX notierten Spezialmaschinen- und Anlagenbauers gegenüber der Wirtschaftszeitung bestätigt, dass Gazprom angefragt habe. Aufgrund der Marktführerschaft bei Bioethanol gilt der Großanlagenbau des GEA-Konzerns gilt als attraktive Gesellschaft. GEA will den Bereich Großanlagenbau, zu dem neben Lurgi auch die Gesellschaften Lentjes und Zimmer gehören, verkaufen und sich auf den Spezialmaschinenbau konzentrieren. Laut dem Bericht hat der Vorstand diese Woche an Interessenten Informationen verteilt und um Angebote gebeten. Neben Gazprom haben sich laut GEA-Chef Jürg Oleas noch knapp zwei Dutzend Unternehmen aus den Branchen Anlagenbau, Industriegase, Chemie, Mineralöl aber auch Finanzinvestoren gemeldet. Ein Gazprom-Sprecher wollte ein Interesse allerdings nicht bestätigen, berichtet die Wirtschaftszeitung weiter.
In einer zweiten Phase der Verkaufsverhandlungen will der Vorstand der GEA Group dann mit einem kleinen Kreis von Interessenten Preisverhandlungen führen. "Bis Ende des Jahres werden wir den Partner finden", sagte GEA-Chef Oleas laut dem "Handelsblatt" vor Journalisten in Düsseldorf. Bis zum Ende des ersten Quartals sollen die Verkaufsverhandlungen abgeschlossen werden. Lurgi gilt als Weltmarktführer für Anlagen zur Herstellung von Bioethanol und ist deshalb nach Einschätzung von Analysten für einen Energieversorger wie Gazprom besonders attraktiv. "Dies böte den Zugang zur Herstellung alternativer Energien", erklärte Analyst Erhard Schmitt von Helaba Trust gegenüber der Wirtschaftszeitung "Ein Interesse besteht bei Gazprom auf jeden Fall."
Lurgi erlebt wegen dieser Technologien zurzeit einen wahren Auftragsboom. Der Auftragseingang beträgt bereits 1,2 Mrd. Euro in diesem Jahr, gegenüber 730 Mio. Euro im gesamten Jahr 2005.
Der extrem zyklische Großanlagen-Bereich um die Konzern-Firmen Lurgi, Lentjes und Zimmer mit einem Umsatz von rund 1 Mrd. Euro und 2.000 Beschäftigten schreibt seit langem rote Zahlen. Immer wieder waren Verluste bei der Abrechnung der Aufträge aufgetaucht. Deshalb hatte der Vorstand Mitte August beschlossen, diesen traditionsreichen Bereich zu verkaufen und sich auf das Kerngeschäft um den Spezialmaschinenbauer GEA zu konzentrieren, obwohl gerade Lurgi derzeit einen Auftragsboom erlebt.
Laut dem Bericht wird ein möglicher Kaufpreis für Lurgi in Finanzkreisen auf 0,5 bis 1,0 Mrd. Euro taxiert. Analyst Schmitt verwies gegenüber der Zeitung darauf, dass der Preis auch bei nur 250 Mio. Euro liegen könne. Dies komme stark auf die Verkaufsmodalitäten an, da Anlagenbauer hohe Anzahlungen von Kunden für laufende Bauvorhaben erhalten. GEA-Chef Oleas will für den gesamten, aus vier Firmen bestehenden Bereich Großanlagenbau einen positiven Preis erzielen.
Die Aktie der GEA Group notiert aktuell mit einem Plus von 2,80 Prozent bei 15,72 Euro. (15.11.2006/ac/n/d)
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